HSC BW Schwalbe Tündern

„Kann es fast nicht in Worte fassen“ – Tündern ist Oberligist!

– Stamm: „So ziemlich das Beste, was ich bei uns je gesehen habe“ / Paech, Debicki & Co. schlagen STV Holzland mit Weltmeisterin Martina Müller –

STV Holzland – HSC BW Tündern 1:3 (1:1)

Sie haben es geschafft: Tünderns Damen steigen in die Oberliga auf! „Ich kann es fast nicht in Worte fassen. Das war so ziemlich das Beste, was ich bei uns je gesehen habe“, konnte Trainer Alexander Stamm selbst kaum glauben, dass der ersehnte Aufstieg am Ende tatsächlich noch Realität geworden ist. Dabei hätte die Partie nicht ungünstiger für die Blau-Weißen beginnen können. Nach wenigen Sekunden hatte Ex-Nationalspielerin Martina Müller, zweifache Weltmeisterin und Europameisterin sowie Olympiasiegerin, bereits die erste große Chance auf die Führung, ehe sie nach 180 Sekunden im Strafraum gefoult wurde und anschließend vom Punkt zum 1:0 verwandelte. „Wir haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden. Holzland hat richtig viel Druck gemacht. Von da an waren wir allerdings auf Augenhöhe“, so Stamm.

In der 35. Minute kam Tündern zurück. Sabrina Paech wurde bedient, ging in den Strafraum und schoss den Ball aus 14 Metern ins lange Eck – das 1:1 war gleichzeitig der Pausenstand. „Die zweite Halbzeit war dann schlichtweg überragend. Unglaublich, was die Mannschaft da gezeigt hat“, war Stamm hin und weg von seinem Team. „Die Mädels haben sich in jeden Zweikampf geworfen, defensiv viel gearbeitet und dabei immer wieder nach vorne gespielt.“

„Sie hat uns in dieser Phase gerettet“

Über Corinna Pradella, Sonja Debicki, Vedis Karl und Paech liefen die Tünderanerinnen immer wieder gefährliche Konter, Jana Runge traf mit dem Knie nur die Latte – Stamms Elf war „on fire“. In der 79. Minute wurde der große Aufwand aus Tünderaner Sicht endlich belohnt: Paech eroberte einen Ball, als der Angriff eigentlich längst vorbei war, lief aus 30 Metern alleine aufs Tor zu und erzielte die 2:1-Führung. Anschließend rettete Torhüterin Amelie Berger die Führung mit starken Paraden – es blieb spannend bis zum Schluss. „Sie hat uns in dieser Phase gerettet“, so Stamm. In der zweiten Minute der Nachspielzeit brachen schließlich alle Dämme. Paech passte nach einer vergebenen Chance zu Debicki, die den Ball zum 3:1 im Tor versenkte – Tündern jubelte sich mit rund 50 mitgereisten Fans in die Oberliga.

„Holzland war offensiv sehr stark. Aber wir waren defensiv heute besser. Die gesamte Abwehr und das defensive Mittelfeld haben das wahnsinnig gut gemacht. Martina Müller hatte in der zweiten Halbzeit keine Tormöglichkeit mehr. Ich möchte auch den mitgereisten Fans danken, die die zwei Stunden Anfahrt an einem Mittwoch auf sich genommen haben. Dieser Support ist einmalig“, verabschiedete sich „Stammi“ als Oberliga-Aufsteiger.

Quelle: www.awesa.de