Kräftebündelung für die Zukunft des Frauenfußballs

BWS Tündern-Hastenbeck: Neuer fußballerischer Leuchtturm im Raum Hameln-Pyrmont entsteht
Artikel vom 11. Juni 2026
Originalbeitrag von awesa.de
Fotos: Luisa Schadeck
Paukenschlag im heimischen Sport: Die Frauenfußball-Abteilungen von Blau-Weiß Tündern und dem SV Hastenbeck bündeln mit Beginn der neuen Saison ihre Kräfte und stellen sich unter dem gemeinsamen Namen BWS Tündern-Hastenbeck für die Zukunft auf. Wo in der Vergangenheit packende, hochspannende und emotionale Derbys die Zuschauer elektrisierten, entsteht nun eine zukunftsweisende und langfristig orientierte Allianz für den Frauen- und Mädchenfußball in der Region. Weiterhin fest integriert bleiben dabei auch die Juniorinnen des MTV Coppenbrügge.
Die sportliche Ausgangslage bot den idealen Anlass für diesen strategischen Schritt. Nach dem bitteren Abstieg der ersten Mannschaft des SV Hastenbeck aus der Regionalliga in die Oberliga trifft das Team dort auf die Erstvertretung von BW Tündern, die sich in der abgelaufenen Spielzeit im gesicherten Mittelfeld derselben Spielklasse etabliert hat. Statt der gewohnten Konkurrenz auf dem Platz setzen die Verantwortlichen nun auf ein gemeinsames, starkes Fundament.

Der gemeinsame Weg im Mittelpunkt: Von links: Hendrik Lity (Vorstand SV Hastenbeck), Manfred Lentge (Vorstand BW Tündern) und Andre Wömpener (Vorstand SV Hastenbeck). Foto: Luisa Schadeck.
Ein zentraler Anlaufpunkt für Leistungs- und Breitensport
Das erklärte Ziel der Kooperation ist es, ein zentraler Leuchtturm und der erste Anlaufpunkt für fußballbegeisterte Mädchen und Frauen im Raum Hameln-Pyrmont und Umgebung zu sein. Das neue Konzept deckt dabei die gesamte Bandbreite ab: Sowohl ambitionierte, leistungsorientierte Spielerinnen als auch Breitensport-Begeisterte finden hier die optimalen Bedingungen und ein passgenaues sportliches Zuhause.
Insgesamt gehen in der kommenden Saison drei Frauenmannschaften an den Start. Die neue erste Mannschaft wird in der Oberliga auf Punktejagd gehen. Die Ambitionen der zweiten Mannschaft hängen eng vom Abschneiden von Tündern II in der aktuellen Relegation ab – das Team wird entweder in der Landesliga oder der Bezirksliga auflaufen. Die dritte Frauenmannschaft wird in der Kreisliga gemeldet, um allen Spielerinnen ausreichend Spielpraxis im Wettkampfbetrieb zu garantieren.
Für das drittvertretende Kreisliga-Team wird aktuell noch ein engagierter Trainer oder eine Trainerin gesucht. Interessierte Coaches können sich direkt bei Hendrik Lity (0160 97733071) oder Manfred Lentge (0171 8834852) melden. Darüber hinaus gilt für das gesamte Projekt: Das Vorhaben lebt von Gemeinschaft – interessierte Spielerinnen für alle drei Mannschaften sind jederzeit herzlich willkommen und können sich ebenfalls gerne über die genannten Kontakte melden.
Der Nachwuchsbereich sichert die nachhaltige und zukunftsorientierte Ausrichtung des Projekts. Die Nachwuchsförderung besitzt innerhalb der Kooperation eine ganz hohe Priorität: Junge Talente sollen durch das gemeinsame Konzept frühzeitig und gezielt an den Frauenbereich herangeführt werden. Dabei wird bereits im ganz jungen Alter angesetzt, um schon bei den kleinsten Kids eine solide Basis aufzubauen. Mit einer B-Juniorinnen- und einer C-Juniorinnen-Mannschaft werden zwei Nachwuchsteams gemeldet. Die Betreuung der Juniorinnen verbleibt dabei in den bewährten Händen des MTV Coppenbrügge, wodurch die erfolgreiche Partnerschaft nahtlos fortgeführt wird. Perspektivisch wird zudem Bianca Lity im Jugendbereich aktiv werden, um diese wichtige Schnittstelle weiter zu stärken.
Erfahrene Funktionsteams und sportliche Leitung
Für die sportliche Leitung der ersten Mannschaft in der Oberliga zeigt sich Cheftrainer Konrad Voss verantwortlich. Mit Bianca Lity steht ihm eine fachlich exzellent ausgebildete Co-Trainerin zur Seite. Die Geschicke der zweiten Mannschaft in der Landes- oder Bezirksliga übernimmt Marcel Mietzner, der zukünftig von Burkhard Büchler als Co-Trainer unterstützt wird. Für die dritte Mannschaft läuft derzeit noch die Suche nach der passenden sportlichen Leitung.
Um das sportliche Konstrukt herum wurde zudem ein tatkräftiges Organisationsteam formiert, das die administrativen Fäden zieht. Dieses Gremium besteht aus Luisa Schadeck, Timo Schnorfeil, Hendrik Lity, Manfred Lentge und Denny Brinkmann. Die anfallenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden im Orgateam bewusst auf mehrere Schultern verteilt. So wird sichergestellt, dass alle Bereiche optimal abgedeckt sind und die administrative Last gemeinschaftlich getragen wird.

Die Trainer von BWS Tündern-Hastenbeck: Von links: Marcel Mietzner (Cheftrainer 2. Mannschaft), Konrad Voss (Cheftrainer 1. Mannschaft) und Burkhard Büchler (Co-Trainer 2. Mannschaft). Foto: Luisa Schadeck.
Stimmen zur Kooperation
Konrad Voss (Cheftrainer 1. Mannschaft):
„Ich freue mich sehr auf diese neue, ungemein spannende Aufgabe und bin neugierig, mit welcher Mannschaft ich ab Mitte Juli in die Vorbereitung gehen werde. Unser erstes, elementares Ziel muss es sein, schnell eine echte Einheit zu formen und eine homogene Truppe auf den Rasen zu bringen. Genau dafür ist die intensive Vorbereitung da. Wie es dann sportlich konkret aussehen wird, müssen wir abwarten und erarbeiten – ich bin aber ein großer Freund davon, uns ehrgeizige Ziele zu setzen.“
Manfred Lentge (Vorstand BW Tündern):
„Als Hastenbeck auf uns zukam und wir die ersten Gespräche aufnahmen, war ich sofort positiv gestimmt. Natürlich gab es in dieser intensiven Planungsphase auch den einen oder anderen Rückschlag zu verkraften, aber wir glauben felsenfest daran, dass wir hier etwas wirklich Gutes umsetzen – und zwar ohne, dass einer der Vereine seine eigene Identität verliert. Jetzt gehen wir es tatkräftig an und gestalten eine erfolgreiche, gemeinsame Zukunft. Es ergeben sich viele spannende neue Möglichkeiten und wir sind absolut überzeugt, dass dies der richtige Weg für den Frauenfußball in unserer Region ist.“
Hendrik Lity (Vorstand SV Hastenbeck):
„Wir haben uns in den Gesprächen von Anfang an auf Augenhöhe bewegt und uns alle die Frage gestellt, wo der Frauenfußball hier in der Region in drei bis fünf Jahren steht und wo er mit möglichen Veränderungen stehen könnte? In der Regionalliga hatten wir in der vergangenen Saison leider dauerhaft mit einem viel zu kleinen Kader zu kämpfen. Da uns nun im Sommer auch noch einige Leistungsträgerinnen verlassen, sehen wir in diesem gemeinsamen Projekt eine hervorragende Chance für einen echten und qualitativen Neuanfang. Wir blicken sehr optimistisch nach vorne und sind uns sicher, dass sich daraus eine große und nachhaltig gute Sache für den gesamten regionalen Frauenfußball entwickeln kann.“
Marcel Mietzner (Cheftrainer 2. Mannschaft):
„Ich besitze sowohl eine Hastenbecker als auch eine Tünderaner Vergangenheit. Daher finde ich dieses neue Projekt natürlich extrem reizvoll und war in den Gesprächen schnell restlos überzeugt. Ich bin gespannt, welche Aufgaben auf uns warten, und freue mich riesig darauf, bald mit der Mannschaft intensiv arbeiten zu können.“
Mark Chapman (Juniorinnen MTV Coppenbrügge):
„Wir entwickeln in Coppenbrügge jetzt seit Jahren erfolgreich den Juniorinnenbereich und freuen uns, dass nun die Kräfte gebündelt werden und wir alle zusammen an einem Strang ziehen. Wir sind froh, dass unseren Juniorinnen nun adäquate Spiel- und Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden und wir werden diesen Weg in Coppenbrügge fortsetzen und ausbauen.“
Andre Wömpener (Vorstand SV Hastenbeck):
„Wir freuen uns auf das Projekt und wollen insbesondere einen Fokus auf die Nachwuchsentwicklung lenken, um die Zukunft zu sichern und langfristig planen zu können. Wir blicken nach vorne und wollen nicht nur eine kurzfristige Lösung.“
Gelebte Praxis und flexible Spielorte
Als primärer Spielort für die Mannschaften ist zunächst der bewährte Sparkassen Sportpark in Hastenbeck vorgesehen. Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass aufgrund der neuen Konstellation und der vielfältigen infrastrukturellen Möglichkeiten eine flexible Rotation der Spielorte im Laufe der Saison nicht nur möglich ist, sondern auch situativ genutzt werden soll. Ein großes Anliegen ist es den Vereinen, die treuen Zuschauer beider Seiten weiterhin dabei zu haben – alle Zuschauer sind herzlich eingeladen, das neue Kooperationsprojekt zu unterstützen. Für den ersten Spieltag ist zudem eine besondere Aktion in Planung.
Hinter den Kulissen und auf dem Platz ist die neue Kooperation längst mit Leben gefüllt worden: Die Spielerinnen der beteiligten Vereine befinden sich aktuell bereits im aktiven Austausch. Ein besonderer Dank gilt hierbei den Mannschaften und insbesondere den Mannschaftsräten, die von Anfang an eng in das Vorhaben eingebunden waren, voll mitgezogen und den Prozess wunderbar unterstützt haben. Durch punktuelle gemeinsame Trainingseinheiten und erste Treffen lernen sich die Teams derzeit intensiv kennen, sodass zum offiziellen Trainingsauftakt Mitte Juli bereits gewährleistet ist, dass man sich schon kennt.

Das Projekt im Überblick:
1. Frauen: Oberliga
2. Frauen: Landesliga / Bezirksliga (je nach Relegation)
3. Frauen: Kreisliga (Trainer/in gesucht! Kontakt bei Interesse: Hendrik Lity 0160 97733071 oder Manfred Lentge 0171 8834852. Auch interessierte Spielerinnen für alle Teams des Projekts können sich gerne melden)
Juniorinnen-Teams:
B-Juniorinnen & C-Juniorinnen (in bewährter Betreuung durch den MTV Coppenbrügge mit starkem Fokus auf eine nachhaltige Nachwuchsförderung von klein auf).
Spielstätte Coppenbrügge.
Sportliche Leitung:
1. Mannschaft: Konrad Voss (Cheftrainer), Bianca Lity (Co-Trainerin)
2. Mannschaft: Marcel Mietzner (Trainer), Burkhard Büchler (Co-Trainer)
Organisationsteam:
Luisa Schadeck, Timo Schnorfeil, Hendrik Lity, Manfred Lentge, Denny Brinkmann
Heimspielstätte:
Zunächst Sparkassen Sportpark Hastenbeck (mit flexibler Option auf Wechsel; alle Zuschauer herzlich willkommen)
Pressekontakt & Rückfragen:
Organisationsteam Frauenfußball-Kooperation BWS Tündern-Hastenbeck
Ansprechpartner: Hendrik Lity / Manfred Lentge
